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MSC Bootloader mit Arduino flashen
15.05.2018, 22:01
Beitrag: #1
MSC Bootloader mit Arduino flashen
Guten Abend.
Ich bin der Konstantin. Bin vor einigen Monaten über den Rehoiler gestolpert, als ich eigentlich nur Erfahrung in Bezug auf den Scottoiler gesucht habe. War selber kurz davor mir was eigenes zu Basteln, und bin überaus dankbar, dass sich die Arbeit schon jemand anderes gemacht hat.

Ich wollte mich mal vorstellen und auch gleich bisschen was zum Thema beitragen, da ich die Tage meinen Rehoiler IQ11 in Betrieb genommen habe und einige kleinere Probleme hatte, zu denen ich nicht sofort etwas hier im Forum gefunden habe.
Ich will hiermit all denen helfen, die einen jungfräulichen Atmega168p vor sich haben und BASCOM-AVR nicht gekauft haben.

Es geht also darum den MSC Bootloader auf den Atmega zu bekommen (Einfach nur um spätere Updates komfortable nachladen zu können). Denn durch die 4k Code Limitierung in der Bascom AVR Demo kann der Bootloader nicht kompiliert werden und selbst das flashen eines kompilierten Bootloaders würde nach sich ziehen, dass man die Fuse settings parat hat.

Durch einiges an rum probieren und nicht vorhandenem ISP Programmer bin ich auf folgende Lösung gekommen, die das ganze mit den gängigen Mitteln eines Bastlers erlaubt.
Was wird benötigt:
  • Arduino (eigentlich egal welcher, ich habs mit einem Micro gemacht)
  • Breadboard (Steckplatine)
  • Kabel fürs Breadboard
  • Arduino IDE (ganz wichtig: Funktioniert nur mit Versionen 1.0.x) Download Link
  • angehängtes Batch file
Wie geht man vor:
  • In der Arduino IDE: Arduino ISP sketch auf den Arduino laden (Datei-> Beispiele -> Arduino ISP)
    Und evtl. unter Tools->Programmer->Arduino as ISP auswählen.
  • Atmega 168P aufs Breadboard stecken und wie hier verkabeln
    Es ist bei allen Arduinos dieselbe Pin Belegung, die "Arduino as ISP" unterstützen:
    • Arduino Pin 13 -> Atmega Pin 19 (SCK)
    • Arduino Pin 12 -> Atmega Pin 18 (MISO)
    • Arduino Pin 11 -> Atmega Pin 17 (MOSI)
    • Arduino Pin 10 -> Atmega Pin 1 (RESET)
    Dann noch Spannung an:
    • Atmega Pin 7 & 20 -> VCC
    • Atmega Pin 8 & 22 -> GND
  • Batchfile bei Bedarf an folgenden Stellen anpassen (in Notepad oder ähnliches öffnen):
    - Je nachdem wo die Arduino IDE installiert wurde muss
    C:\Program Files (x86)\Arduino\hardware/tools/avr/bin/avrdude (Pfad zur avrdude.exe)
    und C:\Program Files (x86)\Arduino\hardware/tools/avr/etc/avrdude.conf (Pfad zum avrdude config file)
    angepasst werden. Wenn beim installieren alles auf Standard gelassen wurde, sollte das eigentlich passen.
    Außerdem muss der richtige COM port zum Arduino gesetzt werden: -P\\.\COM5 anpassen.
  • Batchfile ausführen. Wenn alles glatt läuft habt ihr jetzt den MSC Bootloader auf eurem Atmega168p inkl. der korrekten Fuse settings
Danach einfach den Atmega auf die Rehoiler Platine setzen, und über USB mit dem MSC Bootloader Tool (Baud Rate auf 9600 setzen) das aktuellste .bin file laden.

Man kann sich das ganze natürlich auch sparen und seinen Controller von Dete flashen lassen Wink. Wer aber noch paar alte Atmega168 daheim hat, kommt hiermit aber hoffentlich schneller zum ziel.
Übrigens kann man so auch direkt die Software flashen und den Bootloader komplett weglassen, dann muss man allerdings jedesmal den Controller ausbauen.

Grüße
Konstantin


Angehängte Datei(en)
.zip  MSC Bootloader Flashen.zip (Größe: 4 KB / Downloads: 17)
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16.05.2018, 00:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.05.2018 08:08 von turboschleicher.)
Beitrag: #2
RE: MSC Bootloader mit Arduino flashen
Hallo Konstantin,
für totale Laien die sich alle Teile selber besorgen, programmiert Dete oder ich gerne den ATMega. Kostet nichts.Big Grin
Wer gerne alles selber machen möchte, das wäre eigentlich das Ziel, der hat den Link zum Bootloader.Big Grin
Und jetzt kommt natürlich, die Hürde. 4k Code Limitierung in der Bascom AVR.
Die meisten werden keine Vollversion von Bascom AVR haben!
Das ist uns schon klar.
Wer jetzt noch weiter machen möchte, meldet sich bei uns. Er bekommt dann den fertig kompilierten Bootloader selbstverständlich gemailt.
Wir möchten nicht nur ein einfaches Nachbauen.Exclamation
Es macht doch Spass und Freude sich hier im Board auszutauschen.Big Grin
Du bist ja jetzt auch aktiv hier im Board.Big Grin
Genau das wollen wir ja!Big Grin
Du beschreibst jetzt einen Weg wie du dem ATMega168iger mit Arduino (als ISP-Programmer) flasht.
Dazu brauchst da aber auch eine Menge an Hardware.Big Grin
Die die meisten auch nicht haben.
Und dann sollte man auch einwenig Arduino Kenntnisse haben!
Billiger ist ein Arduino Board auch nicht. Ein USBASP Programmer, den bekommst du für unter €1,50 bei ebay.
Gratis Software dazu, z.B. eXtreme Burner - AVR, Khazama AVR Programmer, AVRDUDE, myAVR ProgTool...
Deine Möglichkeit bzw. Idee ist o.K.
Ich selber programmiere auch einiges in Arduino, da es wirklich viele Fertige Programme gibt.
Und ich benutze oft meinen alten Arduino Uno als ISP- Programmer.Big Grin
Wir haben aber noch ältere IQxx mit dem ATMega8...
Hier im Board geht es nicht um die Art wie ein Controller programmiert wird!
Dazu gibt es viele verschiedene Programmer auf dem Markt. Und auch Foren dazu.

Grüsse
turboschleicher

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16.05.2018, 19:11
Beitrag: #3
RE: MSC Bootloader mit Arduino flashen
Hi Turboschleicher,

das der beschriebene Weg nicht der Weisheit letzter Schluss ist, war mir vollkommen bewusst.
Das einfachste ist es definitiv einfach die Sachen an euch zu schicken. Wer nichts von der Hardware daheim hat, wird so auch günstiger wegkommen.

Die Anleitung zielt aber eher auf Leute ab, für die so ein Arduino zum Inventar gehört.
Klar hätte ich die Anleitung auch in irgendeinem Arduino Forum posten können, aber ich fand es hier einfach passender, da direkt im Kontext.

Und ich selber habe genau so eine Anleitung gesucht. Hab halt nur einen Arduino daheim gehabt und fand das Rumgeschicke vom Atmega zu aufwendig.
Aber ich verstehe was du sagen willst. Wink Mir gings wie gesagt nicht um die Art wie der Controller programmiert wird, sondern, dass man sich, sofern Hardware vorhanden ist, auch selbst behelfen kann.

Grüße
Konstantin
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